Vergebung finden

Ich erinnere mich an Jack Kornfeld, der einmal folgendes formulierte: 
„Es ist kaum zu verhindern, dass man im Leben Dinge tut, die dir noch lange nachhängen! Scham, schlechtes Gewissen, Trauer, Wut usw. können sich so in unserem Körper über lange Zeit festhalten!“

Wenn wir keine Vergebung finden, keine Vergebung zulassen, dann bleiben die oben genannten Informationen vielleicht nicht in unserer Erinnerung, aber sie sind in unseren Zellen gespeichert.  Und so kann es vorkommen dass wir daran regelrecht erkranken, sei es emotional, sei es geistig oder dass unser Körper darunter leidet. Die Speicherungen in den Zellen, darüber muss man sich im klaren sein,  werden an die nächste Generation vererbt. Es sind Erbinformationen, welche an die Kinder weiter vererbt werden. 

Wenn man das alles verhindern will, dann ist es Zeit einen Termin (siehe oben) mit der Praxis für Vergebungsarbeit zu vereinbaren.

Der Akt der Vergebung fasziniert Menschen seit jeher, weil sie gelernt haben, dass es für ein gesundes Wohlbefinden entscheidend ist. Einige von uns vergeben anderen, anderen wiederum nicht, während andere mit Ausnahme vergeben und wieder andere ohne jegliche Bedingung vergeben. Vielleicht bist Du geneigt an deinem Groll festzuhalten. Dieses Verhalten ist immer ein Teil des Problems mit der Persönlichkeit, deren Grundlagen in der Jugend gelegt wurden. Vergebung ist etwas, woran andere und vielleicht auch Du zu arbeiten versucht hast.  Im Folgenden sind drei wichtige Ideen aufgeführt, die Dir helfen können, besser zu vergeben: 

1. Es ist irrational, an einem Groll, an einer Wut, einer Verbitterung, einer inneren seelischen Verletzung festzuhalten und nicht zu vergeben. An einem Ärger festzuhalten bedeutet, dass Du dich an ein Gefühl von Wut, Hass oder vielleicht von Trauer klammerst, und dies kann sehr stressig sein.

Dein Körper reagiert auf Stress, indem er eine Kaskade von Neurochemikalien freisetzt, die dazu beitragen, das stressige Erlebnis zu lindern. In einigen Fällen kann diese hormonelle Reaktion besonders nützlich sein, z. B. wenn Du eine harte Prüfung bestehen oder eine wichtige Rede halten musst. Mangelnde Vergebung mit ihren Emotionen, ihren Gefühlen, wenn Du Verbittert bist,  hält jedoch oft lange an und führt dazu, dass sich Geist und Körper in einem Zustand chronischen Stresses befinden. Es hat sich gezeigt, dass die Auswirkungen von chronischem Stress physiologisch überwältigend sind und sich im Laufe der Zeit als Herzkrankheiten, Angstzustände und Depressionen manifestieren können. Stattdessen ist es logischer und rationaler, zu vergeben. Indem Du vergeben wirst, löscht Du daher  nicht nur die anhaltenden schlechten Gefühle einer Kränkung, Angst, Rachegelüste oder Schmerz aus, sondern regenerierst Geist und Körper.  Und es dient zu Deiner seelischen Weiterentwicklung oder wie man heute sagt dem Aufstieg

2. Vergessen ist keine Voraussetzung für Vergebung. Der Akt des Vergebens ermöglicht es Dir zwar, vorwärts zu kommen und neue Erinnerungen zu bilden, die sich insgesamt positiv auf Dein Leben auswirken. Im Laufe der Zeit werden die Erinnerungen an die negativen Erfahrungen durch die zusammensetzenden Effekte dieser positiven und wirkungsvollen Momente auf natürliche Weise verblassen. 

Beispiel: Du erlebst etwas ganz dramatisches, als Du drei Jahre alt warst. Dann machst Du im Laufe deines Lebens soviel weitere Erfahrungen, dass Du dich mit dreißig oder fünfzig nicht mehr an das Erlebnis mit drei Jahren erinnerst. Aber was Du bemerkst ist, dass dich etwas behindert, sei es in Deiner Beziehung, seien es Angst, depressive Phasen oder ein Problem mit der Gesundheit. All das kann dadurch entstehen, weil es in Deinen Zellen und in Deinem Emotionalkörper gespeichert ist.

3. Vergeben bedeutet, die Realität der Situation zu akzeptieren und dann in Entschlossenheit zu leben. Ein Teil des Beschlusses kann darin bestehen, die Entscheidung zu treffen, mit der Praxis der Vergebungsarbeit daran zu arbeiten.

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